Tipps zum Flirten – 5 für ihn, 5 für sie

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Würden Sie alle gedruckten Flirt-Ratgeber stapeln, überragten die jeden Wolkenkratzer. Nicht zuletzt wegen diverser Binsenweisheiten („Achten Sie auf Ihr Äußeres“), Klischees und Widersprüche („Frauen wollen erobert werden“ – „Frauen nehmen sich heute, was sie wollen“) wär’s aber vertane Zeit, sich durch unzählige Seiten zu wühlen.

Die Top-Erkenntnis: Flirten ist keine Zauberei, sondern ein komplexes Spiel aus Gesten und Worten. Immer wieder neu, immer wieder anders. Leider – oder zum Glück – heißt das für Sie: Es gibt keine Formeln oder Knöpfe, die Sie bloß murmeln oder drücken müssen, um Herzen zu erobern. Was es aber gibt: Dinge, die Sie beherzigen und trainieren können – eine kleine Schneise durchs Flirt-Tipp-Dickicht:

5 Firt-Tipps für Männer

1. Seien Sie souverän

Der Mann von heute hat’s nicht leicht: Erfolgreich und humorvoll soll er sein, unabhängig und stark, aber bitte nicht selbstverliebt und dominant. Ein aufmerksamer und selbstbewusster Strahlemann eben. Uff … Des Pudels Kern: Wer vermittelt, dass er zufrieden und nicht verbissen auf der Suche ist, strahlt Ruhe und Gelassenheit aus. Das zieht an.

Sprechen Sie von sich, ohne Ihr Licht unter den Scheffel zu stellen. Machen Sie Vorschläge und treffen Sie Entscheidungen, zum Beispiel bei der Wahl des Ortes fürs Date. Stehen Sie zu Ihren Wünschen und Ansichten. Natürlich ohne dickköpfig darauf zu pochen. Wer sich verbiegt wie ein Grashalm im Wind, um zu gefallen, landet ruckzuck in der Nett-aber-eben-nur-nett-Schublade. Üben können Sie’s also immer und überall.

2. Nehmen Sie sich zurück

Das Aber zu 1: Weniger ist mehr. Vor allem beim Schaumschlagen. Frei von der Leber weg plaudern: Das ist natürlich besser als ein Info-Tauziehen zu veranstalten – solange man nicht den großen Zampano spielt. Stapeln Sie lieber etwas tiefer, statt detailreich Besitz, Erfolge und die Blitzeblank-Karriere an die Frau zu bringen, um zu beweisen, was für ein Tausendsassa Sie sind.

Und verraten Sie dazu nicht gleich alles. Geben Sie ihr Zeit, Sie zu entdecken – und fürs eigene Erzählen: Hören Sie zu, knüpfen Sie an, fragen Sie nach. Noch was: Leichtigkeit lockt Romantik an. Sorgen Sie für eine problemfreie Schönwetteroase. Freuen Sie sich auf die Sonne von morgen, statt sich über den Regen von heute zu ärgern. Gute Laune ist der Sympathie-Lockstoff Nr. 1.

3. Schmeicheln Sie dezent

Das Bilderbuch-Kompliment? Spontan, verblüffend, ohne Worthülsen aus der Charme-Konserve. Nicht eben locker aus dem Ärmel zu schütteln. Schon leichter: Schnörkellos sagen, was Sie elektrisiert: Die nobelpreisverdächtige Selbstbeschreibung? Die Grinse-Grübchen? Eine Stimme zum Steinerweichen?

Schon immer ziemlich out: Schenkelklopf-Humor oder doppeldeutige Lobeshymnen auf aus- und einladende Kurven. „Das schönste Lächeln, das ich je gesehen habe.“ Auch wer sich mit Riesenschmeicheleien lieb Kind machen will, wird schnell der Übertreibung überführt.

Der Königsweg: die goldene Mitte. Frau hört gern, dass ihr Äußeres gefällt. Keine Frage. Beizeiten sollten Sie aber die Oberfläche verlassen und auch Eigenschaften bemerken, die man(n) nicht sehen kann. Mehr zum Thema erfahren Sie in unseren Tipps zum perfekten Kompliment und zum Small Talk.

4. Lassen Sie Ihr Gesicht sprechen

Der Mensch hat über 650 Muskeln. Gut 50 davon im Gesicht. Um mehr als 10.000 Gesichts- und Gefühlsausdrücke zu bilden. Schon kleine Änderungen verschieben die Mimik von nachdenklich zu fröhlich, von gelangweilt zu interessiert. Und das dringt – meist unbewusst – tiefer in uns als Worte.

Fürs Flirten bedeutet das: 1. Zeigen Sie verschiedene Gesichter, ein buntes Minenspiel. Das beweist Ihre Vielseitigkeit und bringt Farbe ins Flirten. 2. Lächeln Sie viel. Und deutlich. 3. Schärfen Sie den Blick für IHRE Signale: Stellen Sie immer mal wieder einen kurzen Augenkontakt her, statt Löcher in den Kaffeebecher zu starren. Natürlich ohne zu glotzen.

Ein waches und sonniges Gesicht kann man lernen, sogar im Kino oder in der U-Bahn: Ziehen Sie die Mundwinkel nach oben, fühlen Sie Ihr Lächeln – und nehmen Sie’s mit in den nächsten Flirt.

5. Gehen Sie’s langsam an

Er beugt sich immer weiter vor. Die Köpfe kollidieren fast. Dann schlängelt sich die Armkrake auf die Lehne und halb um ihre Schultern. Ein Klassiker – unter den No-Gos. Wer zu früh in die Intimzone (ca. 0,5 Meter Abstand) dringt, ist schnell als stürmischer Tätschler verschrieen. Ähnlich beim Online Dating: Wer täglich als Profilbesucher auftaucht oder den anderen mit Nachrichten eindeckt, läuft Gefahr zu einzuengen. Nähe aufbauen statt auf die Pelle rücken ist die Devise.

Lassen Sie ihr beim Aug-in-Aug-Flirt den Vortritt und achten Sie auf ihre Zeichen: eine kurze Berührung, etwa an Arm oder Oberschenkel, kann Zuneigung bedeuten. Kann. Muss aber nicht. Ob’s freundlich oder flirtend gemeint ist und Sie sich auch vortasten können, müssen Sie erspüren. Art und Dauer des Blickkontakts sind auch hier die besten Stimmungsanzeiger.


5 Firt-Tipps für Frauen

1. Übernehmen Sie die Initiative

Der erste Schritt ist seine Sache? Das war mal. Oder war das überhaupt mal? Heute ist jedenfalls auch Damenwahl. Mehr Freiheit bedeutet natürlich auch mehr Risiko: Das Korbverteilen ist keine Einbahnstraße mehr. Gleichberechtigte Partnerwahl heißt wagen statt warten: Schreiben Sie erste Nachrichten, statt auf Post zu lauern. Halten Sie Blicke, statt Desinteresse zu demonstrieren. Oder legen Sie ihm lächelnd Ihre Nummer auf den Tisch: „Ich freu‘ mich, wenn du dich meldest.“

Unnahbarkeitsspielchen sorgen im günstigsten Fall dafür, dass er Sie unsicherer als nötig anspricht. Im ungünstigen dafür, dass sein Interesse einschläft. Wie frau sich bettet, so liegt sie – nehmen Sie Ihr Schicksal in die Hand.

2. Senden Sie klare Signale aus

„Warum meldet er sich nicht? Ich hatte so gutes Gefühl bei ihm.“ „Das Date war ein Reinfall. Sie war so reserviert. Bestimmt habe ich ihr nicht gefallen.“ Eine Situation, zwei Wahrnehmungen. Zum Flirten scheinen Mann und Frau manchmal von verschiedenen Sternen aus anzureisen. Eine Frau gefällt? Männer machen daraus in der Regel keinen Hehl. Und schießen dabei in puncto Direktheit auch gern mal übers Ziel hinaus. Manche Frau neigt dafür zum Gegenteil: Je größer ihr Interesse, desto mehr bemüht sie sich, das zu verbergen. Weil die Verkauf-dich-möglichst-teuer-Unsitte immer noch durch die Köpfe spukt.

Vertreiben Sie die alten Geister. Zeigen und sagen Sie, was Sie möchten. Und was und wen nicht. Das Starren aus dem Fenster oder umständliches Wühlen in der Handtasche versteht nicht jeder. „Ich möchte es gern bei einer Nachricht/einem Treffen belassen.“ schon.

3. Lassen Sie die Diva zuhaus

Wie für ihn gilt auch für Sie: Auch mal einen Gang zurückschalten. Mal ihn reden lassen, statt zu plappern wie ein Aufziehpüppchen. Und immer: Sie selbst sein, statt ein Show-Feuerwerk abzubrennen. Sofern er kein Liebhaber von Extremen ist, wird es ihn erschrecken statt entzücken, wenn Sie sich als Keuschheitskönigin oder als Vamp inszenieren.

Schlüpfen Sie in keine Rolle, die Sie später erklärungsreich wieder ablegen müssen. Und wenn Sie voreinander sitzen: Nesteln und zuppeln an Frisur und Ausschnitt besser nur auf Sparflamme. Denn das wirkt, als wollten Sie vor allem mit körperlichen Vorzügen landen. Bei der Partnersuche sind kleine Gesten wichtiger: Hier ein Lächeln, da ein Blick und ab und zu ein liebes Wort.

4. Moderieren Sie den Flirt

Ein Mann – ein Wort, eine Frau – ein Wörterbuch. Wenige Klischees halten sich so hartnäckig: Männer sind unterm Strich angeblich das maulfaule Geschlecht. Wortkargheit als Ausdruck der männlichen Natur? Bloß komisch: In fast jedem Mann steckt ein Erklärbär, der wie angeschaltet erzählen kann – eben auf seine Art und über Dinge, die ihn beschäftigen. Der Unterschied besteht nicht im Wieviel, sondern im Wie und Worüber.

Nutzen Sie das, um Gespräch und Flirt anzukurbeln: Was ist sein Steckenpferd? Wo ist er in seinem Element? Lassen Sie ihn Ihr Interesse spüren: Locken Sie ihn mit Fragen aus der Reserve und lassen Sie ihn erzählen. ist der Austausch in Fahrt, springt es sich viel leichter zu anderen Themen. Und spätestens dann klopft er auch Ihre Interessen ab.

5. Gehen Sie auf Tuchfühlung

Auch Männer hören gern Nettes – wenn’s ehrlich und persönlich ist. Frisur oder Schnitt und Farbe des Hemdes betonen seinen Typ besonders gut? Trägt er einen außergewöhnlichen Ring? Welche Gesten, Gesichts- und Wesenszüge sind Ihnen sofort aufgefallen?

Und dann tasten Sie sich vor: Nutzen Sie seinen flauschigen Pulli oder sein feines Sakko für eine kleine Berührung, ein kurzes Streicheln. „Schööön!“ Zusammen mit einer offenen, zugewandten Körperhaltung und einem Lächeln signalisiert das: „Ich fühle mich zu dir hingezogen.“ Besonders die Berührung der Hand ist ein sehr offensives Zeichen. Setzen Sie es also bewusst ein – oder bewusst nicht, wenn Sie unsicher sind, ob Sie von ihm in der gleichen Weise berührt werden möchten. Dann steht dem Anbändeln ohne Missverständnisse nichts mehr im Wege.

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