Flirt-Tipps für Studentenpartys

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Ähm. Tja. Hihi. Auch hier? Flirtversuche starten oft betont lässig und enden total verkrampft. Die Feier-Experten Sebastian Leber und Nana Heymann raten allen: Entspannt euch! Denn für die ersten Gespräche reicht ein Thema, das eigentlich immer funktioniert.

Im Brockhaus steht: Flirten ist die „spielerische Kontaktaufnahme zwischen den Geschlechtern“. Wer den spielerischen Aspekt vergisst, wirkt schnell steif, verunsichert, verbissen oder angestrengt. Eben wie beim ersten Werbungsgespräch nach dem Studium.

Klar verspürt jeder den Impuls, sich selbst möglichst interessant zu präsentieren. Als jemanden, den sich näher kennenzulernen lohnt. Besonders Männer reizt es, in den Prahlmodus zu verfallen und wenig subtil die eigenen Vorzüge anzupreisen. Das schreckt ab, ist aber auch völlig unnötig. Rob Gordon, die Hauptfigur in Nick Hornbys großartigem Roman „High Fidelity“, bringt es auf den Punkt: „What really matters is what you like, not what you are like. Books, records, films: these things matter.“ („Es zählt nicht, wer man ist, sondern was man mag. Bücher, Platten, Filme: Diese Dinge zählen.“)

Es braucht nur eine Gemeinsamkeit, eine Vorliebe für Miranda Julys Kinofilme vielleicht oder den letzten Murakami, schon ist eine tiefe Verbindung geschaffen, die Hoffnung auf mehr macht. Ganz besonders gilt dies für die Musik. Der US-Psychologe Samuel Gosling und sein britischer Kollege Peter Rentfrow haben jahrelang zu diesem Thema geforscht und konnten belegen, dass auffallend viele Menschen neue Bekanntschaften nach ihrem Musikgeschmack beurteilen – und gleichzeitig davon ausgehen, dass ihre eigenen Hörgewohnheiten weit mehr über ihren Charakter verraten als zum Beispiel Kleidung, Essen oder Filmgeschmack. In den ersten Wochen einer Beziehung ist Musik sogar mit Abstand das häufigste Gesprächsthema.

Erst nach durchschnittlich sechs Wochen wird es von anderen Lebensbereichen abgelöst. Also lassen Sie es bitte locker angehen und fragen Sie Ihren Flirt, ob er sich schon die neue Platte von den Shins aus dem Netz geladen hat. Die solle nämlich echt gut sein. Die großen Diskussionen über Weltpolitik und die gesellschaftlichen Risiken der Pränataldiagnostik können warten. Und fangen Sie um Himmels willen nicht jetzt schon an, Ihre Beziehungstraumata zu sezieren.

Dies ist ein Auszug aus dem Buch „Nachts sind alle Katzen blau. Feiern für Fortgeschrittene“, erschienen im Goldmann-Verlag.

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